Marrakesch öffnet sich langsam wieder

24. Juli 2020, 12:41 Uhr

Aufgrund der Covid-19-Pandemie hat sich Marokko weitgehend abgeschottet. Die Grenzen waren dicht, Kulturbetriebe geschlossen und Hotels durfen den Betrieb nur eingeschränkt fortführen. Nun wurden einige Lockerungen verkündet, die dazu führen, dass sich auch die Metropole Marrakesch langsam wieder öffnet.

Djemaa el-Fna Marrakesch
Derart belebt wird es in Marrakesch trotz der verkündeten Lockerungen erst einmal nicht zugehen.

Seit dem 20. Juli dürfen Hotels in Marrakesch wieder alle verfügbaren Betten belegen. Lediglich in Gemeinschaftsbereichen wie Pools, Lounges oder Restaurants darf die Auslastung 50 Prozent weiterhin nicht überschreiten. Auch im öffentlichen Verkehr wurde die Auslastungsgrenze angehoben. Hier liegt sie nun nicht mehr bei 50, sondern bei 75 Prozent. Die bisherigen Hygenieauflagen gelten jedoch weiterhin. Darüber hinaus öffnenen Museen, Denkmäler und andere Kultureinrichtungen wieder. Auch hier ist jedoch mit besonderen Hygieneregeln zu rechnen. Veranstaltungen mit bis zu zwanzig teilnehmenden Personen sind fortan wieder erlaubt.

Die Grenzen Marokkos sind nun zwar durchlässiger, bleiben für touristisch Reisende jedoch vorerst weiterhin geschlossen. Lediglich Einheimische und Personen, die über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, dürfen wieder nach Marokko einreisen. Wann mit einer generellen Öffnung der Grenzen zu rechnen ist, ist bisher nicht abzusehen. Gesundheitsminister Khalid Ait Taleb wies während einer Pressekonferenz darauf hin, dass das weitere Vorgehen nicht nur vom Infektionsgeschehen in Marokko, sondern vom weltweiten Fortgang der Pandemie abhängig gemacht werde.

Wer Marrakesch besuchen, durch die Altstadt schlendern, Riads besichtigen und die Welt des Orients auf sich wirken lassen möchte, muss sich also weiterhin gedulden. Ein erster großer Schritt hin zur Wiedereröffnung des Tourismusbetriebs ist nun jedoch getan.

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