Die zwei Seiten der Jetset-Metropole Marrakesch

16. Dezember 2019, 11:56 Uhr

Die Touristikbranche in Marokko freut sich darüber, dass reiche Besucher jede Menge Geld in die Kassen spülen. Die ehemalige Hauptstadt Marrakesch erfreut sich einer wachsenden Popularität bei Jetsettern aus dem In- und Ausland. Ein Großteil der fast eine Million Einwohner ist davon allerdings weniger begeistert. Grund dafür ist die riesige Kluft zwischen den schwerreichen Touristen und der einheimischen Jugend, die mit einer sehr hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen hat.

Marrakesch Medina
Marrakesch – eine Stadt der Reichen und Schönen.

Beliebte Reisedestination der Reichen und Schönen

Die Hafenstadt Marrakesch galt bereits in den 90er Jahren als eine sehr freizügige Metropole, die vor allem auf Exzentriker und Aussteiger eine enorme Anziehungskraft hatte. Heute cruisen zahlreiche Luxuskarossen durch die Innenstadt und ziehen die Blicke auf sich. Oftmals handelt es sich um den Nachwuchs von gut betuchten Geschäftsmännern oder Politikern, der am Wochende in Partylaune ist. Doch auch aus Europa und den USA strömen immer mehr reiche Touristen in die faszinierende Stadt, um sich ins Vergnügen zu stürzen und zu zeigen, was sie haben.

Tipp: Die besten Ausflüge und Touren in Marrakesch.

Sündenpfuhl für die einen, pures Amüsement für die anderen

An kaum einem anderen Ort des Landes amüsiert man sich so hemmungslos wie in Marrakesch. Obwohl es vielen ein Dorn im Auge ist, protestiert die Bevölkerung nicht öffentlich gegen Glücksspiel und Prostitution, da viele auch am Profit dieser Geschäfte beteiligt sind. In den letzten 25 Jahren hat Marrakesch eine enorme Entwicklung durchgemacht. Mittlerweile kann die Stadt in puncto Jetset durchaus mit St. Tropez oder St. Moritz mithalten. Boutiquen, Restaurants und Luxushotels in Marrakesch schießen wie Pilze aus dem Boden. Dieser neue Trend verleitet die Jugendlichen Marrakeschs natürlich zur Kriminalität, so dass man auch die Kehrseite der Medaille nicht außer Acht lassen darf.

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