Geschichte Marrakesch

In der Zeit vor 1000 n. Chr. war Marrakesch ausschließlich ein Lagerplatz für Karawanen. Abou Bakr, Anführer der Almoraviden, erkannte jedoch die Vorzüge der Region und wählte sie als Lager für seine Truppen. Um das Jahr 1062 entstanden so die erste Moschee und einige Häuser. Als offizielles Gründungsdatum für die Stadt wird jedoch das Jahr 1070 angegeben. Abou Bakr’s Nachfolger Youssuf Ibn Taschfin ließ die Stadt weiter ausbauen und riesige Dattelpalmenhaine errichten, welche heute noch bestehen. Im Rahmen seiner Eroberungszüge in Nordmarokko und Andalusien ließ er Marrakesch zur Hauptstadt seines Reiches ausbauen. Sein Sohn Ali Ibn Yusuf ließ die bis heute erhaltene Stadtmauer erbauen, um die Stadt gegen ihre Feinde zu schützen. Die Almohaden, eine religiöse Gegenbewegung zu den Almoraviden, eroberten im 12. Jahrhundert Nordmarokko und schließlich im Jahr 1147 auch Marrakesch. Sie zerstörten viele der religiösen Stätten der Almoraviden. Im Laufe ihrer Herrschaft wurde die Koutoubia-Moschee gebaut.

Nach einem Bürgerkrieg nahmen die Meriniden Marrakesch im Jahre 1269 ein. Während ihrer Herrschaft verlor Marrakesch jedoch den Status als Hauptstadt an die Stadt Fes. Dies sollte sich erst wieder im Jahr 1554 ändern, als die Saaditen die Macht an sich rissen. Aus dieser Zeit sind die kunstvollen Saadier-Gräber erhalten geblieben. Die nachfolgende Dynastie wurde die der Alaouiten, aus der auch das heutige Herrscherhaus entstammt. Sie wählte ebenfalls Fes als Regierungssitz an Stelle von Marrakesch.

Marrakeschs Geschichte

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