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Djemaa el-Fna – das Herz Marrakeschs

 

Die Entwicklung vom Platz der Geköpften

Er ist das größte Freiluftrestaurant Marokkos, das pulsierende Herz der Stadt, einer der aufregendsten und vielleicht auch lautesten Plätze der Welt, sein Name bedeutet aus dem Arabischen übersetzt „Platz der Geköpften“ – der Djemaa el-Fna – das Herz von Marrakesch.

Wie lange der Platz schon das Zentrum von Marrakesch ist, weiß keiner so genau, denn es gibt darüber keine verlässlichen Aussagen. Vielleicht gab es den Djemaa el-Fna schon vor 1000 Jahren, vielleicht aber auch erst seit dem 12. Jahrhundert. Es gibt handschriftliche Dokumente die belegen, dass der Platz zu dieser Zeit der Treffpunkt der Einwohner von Marrakesch war. Hier wurde gefeilscht und gehandelt und Ehen wurden hier mit Handschlag besiegelt. Wer zum Arzt musste, ging auf den Djemaa el-Fna und die Beduinen aus der Wüste kamen auf den geschäftigen Marktplatz, um Kamele zu kaufen oder zu verkaufen. Er war auch der Richtplatz, denn das Köpfen war zu damaliger Zeit eine öffentliche Angelegenheit.
 

Der Djemaa el-Fna Heute

Heute ist der Djemaa el-Fna noch immer der Mittelpunkt von Marrakesch und noch immer treffen sich hier die Einheimischen und natürlich auch die Touristen, denn der Platz, der von der mächtigen Stadtmauer eingerahmt wird, ist die eigentliche Attraktion von Marrakesch. Wer in Marrakesch zu Gast ist, der sollte den Djemaa el-Fna am Tag und auch am Abend besuchen. Tagsüber ist es nicht ganz so voll, aber es gibt eine Menge zu sehen. Um einen ersten Überblick zu bekommen, sollte man eine Pferdedroschke mieten und sich an der Stadtmauer entlang kutschieren lassen. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Djemaa el-Fna und auch auf das Atlasgebirge, das eine prächtige Hintergrundkulisse abgibt.

In der Dämmerung erwacht der Platz zu Leben. Dann sind sie alle versammelt: Die Kräuterhändler und die Quacksalber, die Schlangenbeschwörer und die Feuerschlucker, die Wasserverkäufer, die ihr Kommen mit einem kleinen Silberglöckchen ankündigen und natürlich die vielen fliegenden Händler, die Wahrsager und die Wunderheiler, die ihre getrockneten Kröten und Echsen als Wundermittel gegen alle Arten von Krankheiten anpreisen. Man kann an einem der über 100 Stände die Spezialitäten der arabischen Küche kosten, Datteln, Nüsse und Feigen kaufen, oder seinen Durst mit einem Glas frisch gepressten Orangen- oder Mandarinensaft stillen. Es gibt zuckersüßen, weißen Nougat und getrocknete Früchte, frisch zubereitete Calamaris und köstliches Lammfleisch. Und überall sitzen die Märchenerzähler und erzählen Geschichten aus 1001 Nacht. Wem der Rummel zu viel wird, der setzt sich einfach in eines der Cafés am Rand des Platzes und trinkt einen „Whiskey Arab“ – einen Pfefferminztee.

 
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