Der Revolutionär des Modedesigns: Musée Yves Saint Laurent in Marrakesch eröffnet

21. Oktober 2017, 13:05 Uhr

Yves Saint Laurent revolutionierte die Modeindustrie nachhaltig. Einen großen Teil seiner Inspiration fand er in Marokko, das er 1966 erstmals besuchte. Am 19. Oktober hat nun das ihm gewidmete Musée Yves Saint Laurent eröffnet.

1936 in Algerien geboren, reiste Yves Saint Laurent 1966 zum ersten Mal nach Marrakesch und kehrte danach jedes Jahr wieder zurück. Die Düfte, Farben und die Atmosphäre erinnerten den Künstler an seine Kindheit in Algerien und inspirierten ihn zu neuen Entwürfen. Der Designer gilt als Koryphäe und hat die französische Haute Couture nachhaltig geprägt. Sein 1967 entworfener Hosenanzug für Frauen revolutionierte nicht nur das Modegeschäft, sondern beeinflusste auch die Emanzipationsbewegung. 2002 zog sich Saint Laurent aus dem Geschäft zurück und lebte in den folgenden Jahren unter anderem auch in Marrakesch in der Villa Majorelle, in dessen Rosengarten nach seinem Tod 2008 auch seine Asche verstreut wurde.

Die fantasievolle Seite des Modeschöpfers

 

Das Museum in Marrakesch wurde von Saint Laurents Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé ermöglicht und finanziert. Die abstrakte, kubistisch anmutende Architektur des Gebäudes stammt von Olivier Marty und Karl Fournier. Das Museum wurde am 19. Oktober eröffnet und beinhaltet auf 4000 m² einen Konzertsaal, eine Bibliothek, eine Boutique, ein Café und den Salle YSL, in welchem die Dauerausstellung mit 5000 Werken des Modeschöpfers zu bewundern ist. Die temporären Ausstellungen sollen sich mit Mode, Kunst, Anthropologie und Botanik befassen. Die erste Ausstellung, die bis Februar zu sehen sein wird, zeigt Werke des französischen Malers Jacques Majorelle, der seit 1917 in Marrakesch lebte und dort die Villa Majorelle und die dazugehörigen Gärten anlegte. Seine Kunst verarbeitet vor allem orientalische Motive. Das Museum ist bis auf Mittwoch täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und befindet sich auf der Rue Yves Saint Laurent in Marrakesch.

 

 

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